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Angedacht  

 

 

Die beiden Frauen gehen zum Grab. Sie haben Jesus am Kreuz hängen und sterben sehen. Sie sind mitgegangen als er ins

Felsengrab gelegt wurde. Alles haben sie mit angesehen. Nun wollen Sie Jesus den letzten Dienst erweisen und seinen Leichnam ölen. Als sie am Grab ankommen, ist der Türstein weg und die beiden schauen ins dunkle leere Grab hinein.

 

„Was sucht ihr den Lebenden bei den Toten?“ rufen ihnen zwei Männer, Engel, entgegen. Nicht gerade der Satz, der in Seelsorgekursen gelehrt wird, um einen Menschen in seiner Trauer zu trösten. Ein Satz, der der Auftakt zu dem eigentlich Unmöglichen ist: Er ist nicht hier, er ist auferstanden. Ein unmöglicher und doch selbstverständlicher Satz. Denn Jesus hat es doch selbst gesagt: Am dritten Tage ist Auferstehung! Was blickt ihr hier ins dunkle Grab?

 

Was sucht ihr den Lebenden bei den Toten? Ein Satz wie eine Kehrtwende, wie eine Drehung um 180 Grad, die die Frauen jetzt auch machen. Sie drehen sich um und blicken ins Licht, ins Leben. Ab heute hat das Dunkel, der Tod keine Endgültigkeit mehr, ab heute ist alles anders, das Unmögliche ist möglich geworden. Ab heute ist die Dunkelheit Licht.

 

Ich grüße Sie herzlich Ihre Pfarrerin Bettina Reinköster