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Im November endet das Kirchenjahr, genauer gesagt am Ewigkeitssonntag. Traditionell wird an diesem Sonntag aller Verstorben gedacht, insbesondere der des vergangenen Jahres. In dieser Zeit sind die meisten Gräber besonders liebevoll

hergerichtet. Wenn man über den Friedhof geht, wird man daran erinnert, dass das Leben endlich ist. Einen Menschen zu verlieren, egal wie lang oder kurz er unser Leben bereichert hat, ist immer schmerzhaft und unendlich traurig. Gut gemeinte Worte helfen da leider oft nicht weiter. Doch ein Vers in der Bibel macht mir immer wieder Hoffnung. In Offenbarung 21,4 steht: „und Gott wird abwischen alle Tränen von ihren Augen, und der Tod wird nicht mehr sein, noch Leid noch Geschrei noch Schmerz ...“. Was für ein gewaltiges und zärtliches Bild wird uns hier gemalt: Gott wird alle unsere Tränen trocken. Wie ein Vater, der sein Kind tröstet, weil es sich weh getan hat. Was für eine Hoffnung haben wir als Christen, dass das Leben nicht mit dem Tod endet, sondern dass wir unsere Lieben einmal wieder sehen werden.

Doch wir können auch im Hier und Jetzt schon für Trauernde da sein – sich Zeit nehmen zum Zuhören, zum Umarmen, zum

zusammen Weinen und in Erinnerungen schwelgen. Mancher freut sich auch einfach über ein selbst gekochtes Essen oder etwas Ablenkung. Trauer hört nicht einfach auf, aber sie lässt sich leichter ertragen, wenn man weiß, dass man nicht allein ist.

Nutzen Sie doch den trüben November, in dem Sie viel Zeit mit Ihren Lieben verbringen und gute Erinnerungen schaffen. Legen Sie einfach mal für eine gewisse Zeit Ihr Smartphone weg, erzählen Sie sich bei einer Tasse dampfendem Tee von Ihrem Tag, schauen Sie gemeinsam alte Fotoalben an oder lesen sich gegenseitig Bücher vor.

Nichts ist im Leben wertvoller als Zeit mit der Familie und Freunden zu verbringen.

 

Ich wünsche Ihnen einen gesegneten November, Ihre Simone Janoschke