Aktuelles



 

Angedacht

 

 Mal anders angedacht

Der Monatsspruch kann uns anleiten zum genauen Hinsehen. Die Landtagswahl am 1. September ist wichtig und Grund genug, genau hinzusehen. Dazu ein paar zentrale Gedanken aus der Handreichung der Evangelischen Landeskirchen und Katholischen Bistümer in Sachsen zur Wahl:

 

‚Jesus Christus spricht: Ihr seid das Salz der Erde. Ihr seid das Licht der Welt.‘ (Matthäus 5, 13ff)

‚Salz der Erde‘ und ‚Licht der Welt‘ zu sein bedeutet für uns in erster Linie eine aktive Teilnahme am vielfältigen Leben unserer

Gesellschaft. Wir wissen uns dabei durch unseren Glauben in besonderer Weise dem menschlichen Miteinander verpflichtet. Mit der Rückbindung unserer Meinungen, Ansichten und Handlungen an die Botschaft des Evangeliums bringen wir uns in den gesellschaftlichen Diskurs ein. ‚Gott schuf den Menschen zu seinem Abbild.‘ (1 Mose 1, 27)

Grundlage für jedwedes Gelingen des Zusammenlebens ist das Gebot der Menschenwürde. In der ihm zuerkannten Würde des Einzelnen spiegelt sich eine Grundhaltung des christlichen Glaubens wider. Dem anderen Menschen eine Würde zuzuerkennen heißt, ihn wert zu schätzen, Menschenwürde bedeutet nicht, unkritisch sein zu müssen, alles hinzunehmen und zu akzeptieren. Gegen Stimmen, die die Würde anderer Menschen dezimieren oder aberkennen, müssen wir couragiert entgegentreten und unseren Protest anmelden.

‚Wo der Geist des Herrn ist, da ist Freiheit.‘ (2. Korinther 3, 17)

Freiheit erfährt im Zusammenhang des christlichen Glaubens eine besondere Dimension: Als Christinnen und Christen wissen wir uns einerseits bestärkt durch die Freiheit, die wir aus Gottes Zuwendung erleben und die wir im Geist Gottes erfahren. Diese Freiheit befähigt uns andererseits in besonderer Weise, sich anderen Menschen zuzuwenden und sie an der uns geschenkten Freiheit Anteil haben zu lassen. Freiheit bedeutet so immer ein Geben und Nehmen zugleich. Auch für unsere

Gesellschaft ist die Freiheit ein zentrales Element Sie findet in den Grundrechten unseres Grundgesetzes ihren Ausdruck.

Wichtige Handlungsfelder, in denen sich der christliche Glaube in besonderer Weise herausgefordert und verpflichtet weiß, werden seit dem Konziliaren Prozess mit Frieden, Gerechtigkeit und Bewahrung der Schöpfung umschrieben. Diese Schwerpunkte stellen auch für die Entscheidung der Wahl einer Partei einen wichtigen Bezug dar.

 

Bitte nehmen Sie an der Wahl zum Sächsischen Landtag am 1. September 2019 teil und prüfen Sie, welche der zur Wahl

angetretenen Parteien Ihnen – aus Ihrem christlichen Glauben heraus beurteilt – als geeignet erscheint, Verantwortung für die

Zukunft unseres Landes und darüber hinaus Verantwortung für die nachfolgenden Generationen zu übernehmen!“

  


 Sebastian Kreß wird Vikar in Reichenberg und Moritzburg

Ab 1. März wird wieder ein Vikar in unseren Gemeinden unterwegs sein. Sebastian Kreß hat mit dem Vikariat den praktischen Teil seiner Ausbildung zum Pfarrer begonnen: Ein halbes Jahr lang war er bereits zum religionspädagogischen Teil in Radebeul, jetzt kommt er für zwei Jahre Gemeindevikariat zu uns. Ich freue mich und bin gespannt auf den Austausch mit ihm – im besten Fall werden beide Seiten voneinander lernen und gemeinsam weiter kommen.

Am 24. März wollen wir Herrn Kreß im Gottesdienst feierlich begrüßen und ihm Gottes Segen zusprechen. Beim Kirchenkaffee wird dann noch Gelegenheit sein, ihn im Gespräch ein wenig näher kennen zu lernen. Seien Sie dazu herzlich eingeladen!

                                                                                                                                                                                      Pfarrer Freimut Lüdeking

 

Liebe Gemeindeglieder,

 

manche von Ihnen und Euch haben mich an der einen oder anderen Stelle vielleicht schon gesehen, aber ich möchte mich auf diesem Weg kurz vorstellen, da ich seit Anfang März Vikar in dieser Gemeinde bin.

 

Ich bin 29 Jahre alt und komme ursprünglich aus Taucha bei Leipzig. Vor dem Vikariat lag die Zeit des Theologiestudiums, das ich in Leipzig und Marburg absolviert habe. Das war für mich eine schöne und spannende Zeit, um den großen und manchmal auch kleinerer Fragen des Glaubens nachzugehen. Neben der Wissenschaft waren da für mich oft auch persönliche Gespräche und die Literatur wertvolle Quellen, um mich diesen Fragen anzunähern.
Außerdem habe ich in der Zeit des Studiums die ökumenische Gemeinschaft im französischen Dorf Taizé als einen Ort entdeckt, der mich auf meinem Glaubensweg sehr geprägt hat. Dort habe ich im Winter 2015/16 auch ein knappes halbes Jahr als freiwilliger Helfer gelebt und gearbeitet, was eine sehr bereichernde Zeit für mich war.

 

Nun liegt mit dem Vikariat eine wichtige Etappe auf dem Weg zum Pfarrberuf vor mir. Auf diese Zeit hier in der Gemeinde freue ich mich schon sehr. Ich bin gespannt darauf, in den nächsten 2 Jahren das Gemeindeleben vor Ort kennenzulernen und mitzugestalten. Und ich freue mich auch besonders auf die vielen Begegnungen und Erfahrungen, die mich hier erwarten werden. Dabei hoffe ich auch sehr, dass ich so manchen guten Beitrag zum Gemeindeleben leisten kann.

 

In Vorfreude auf ein baldiges Kennenlernen grüßt Sie und Euch ganz herzlich

Ihr/Euer Vikar Sebastian Kreß

Niklas Helbig ist Prädikant

 

Nein, nicht Praktikant. Ein „Prädikant“ (=Prediger) ist jemand, der/die Gottesdienste hält, ohne Pfarrer/in sein zu müssen. Niklas Helbig hat eine 2 ½-jährige Ausbildung absolviert und hier in Reichenberg seinen Anerkennungs-Gottesdienst gehalten. Am 31. März wird er von Superintendent Nollau feierlich in sein Ehrenamt eingesegnet.