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„ ... richte unsere Füße auf den Weg des Friedens.“

Da hat einer aber lang geschwiegen. Zacharias ist das, der gewissermaßen vom positiven Schwangerschaftstest an bis zur

Geburt seines Sohnes zum Schweigen verurteilt war. Schweigen angesichts der Wunder Gottes, wollte er es doch nicht

glauben, dass Gott seine Versprechen  wahr macht.

Heute erleben wir Menschen, die das Gefühl haben, sie hätten schon zu lange geschwiegen, und die dann als erstes all ihre Wut herausschreien über die Ungerechtigkeiten, die ihnen zugemutet werden. Schnell war das Wort vom „Wutbürger“ geprägt. Dabei weiß die Psychologie, dass jede Kritik viel besser aufgenommen wird, wenn sie durch ein Lob eingeleitet daherkommt. Das ist nicht nur bei Kindern so, sondern auch bei jedem Erwachsenen: Eine positive Wertschätzung öffnet Herzen und Sinne – und ermöglicht damit auch eine konstruktive Diskussions- und Streitkultur.

Frieden steht in Europa zur Zeit scheinbar nicht sehr weit oben auf der Agenda. Eher Stärkung des Nationalen und Abschottung, jeder sucht das Eigene.

Dabei ist Frieden das, was die Menschen weltweit am meisten ersehnen. Der Ausblick auf den Frieden steht am Anfang des Advent. Aber nicht der Frieden, der uns wie von selbst vor die Füße fällt, sondern der, auf den hin unsere Füße ausgerichtet werden. Den Weg müssen wir schon selbst gehen!

Ich wünsche Euch und Ihnen eine gesegnete und friedliche(!) Advents- und Weihnachtszeit.

Ihr/Euer Pfarrer Freimut Lüdeking