Aktuelles



 

Angedacht

 

„U-turns“ nennt man sie heute im Straßenverkehr, Wendepunkte, die einem die Möglichkeit geben, radikal die Richtung zu wechseln – in Form eines „U“ in die Gegenrichtung zu wechseln. Auch im Leben gibt es ja solche Wendepunkte. Nicht erst seit der „Wende“ wenden sich Dinge zum Guten, z.B. wenn sich „das Blatt wendet“, manchmal wendet sich jemand von einer Sache ab und einer anderen zu, bisweilen wendet sich einer sogar „um 180 Grad“. 

Da gibt einer plötzlich das Rauchen auf. Ein anderer schmeißt seine Arbeit hin und orientiert sich völlig neu. Ein dritter bricht mit einer lang gehegten Feindschaft und geht wieder auf seinen früheren Freund zu, um sich mit ihm zu versöhnen. Und wieder ein anderer – sehr selten – geht ins Kloster, um seinem Leben eine neue Richtung zu geben. Ja, es gibt sie, diese Punkte, an denen klar ist: Ich muss in meinem Leben etwas wenden, vielleicht sogar mich selbst.

Der Monatsspruch für den März hat solch einen Punkt vor Augen:

 

„Wendet euer Herz wieder dem Herrn zu und dient ihm allein.“

 

Nun wird es Christenmenschen geben, die sagen: Na klar, das versuche ich ja jeden Tag aufs Neue. Aber viele andere werden schon mit dem Ausdruck „Gott dienen“ ihre Schwierigkeiten haben. Ich für meinen Teil versuche immer erstmal von mir selbst abzusehen. Ich sage mir dann: Nimm dich selbst doch nicht so wichtig! Schau mal: Was ist dein Schnupfen angesichts des Leidens in der Welt? Und was ist dein unkrautfreies Rosenbeet im Gegenüber zur überbordenden Schönheit dieser Schöpfung?! Lass neben dem Deinen auch noch anderes bestehen! Interessiere dich für das, was dein Gegenüber von sich erzählt. Halte es für möglich, dass eine andere Meinung als deine durchaus etwas Wahrheit in sich tragen kann. Spiel doch mal mit dem Gedanken, dass die Welt sich nicht um dich, nicht mal um uns Menschen dreht!

Manchmal klappt’s. Ich werde dadurch innerlich freier. Und so entsteht Raum, offener Raum in mir, den Gott füllen kann, wenn er möchte. Das fühlt sich zwar nicht unbedingt an wie ein U-turn, kann aber auch zu einer heilsamen Wende werden.

 

Herzlich grüßt Sie Ihr

Pfarrer Freimut Lüdeking

 

 

Sebastian Kreß wird Vikar in Reichenberg und Moritzburg

Ab 1. März wird wieder ein Vikar in unseren Gemeinden unterwegs sein. Sebastian Kreß hat mit dem Vikariat den praktischen Teil seiner Ausbildung zum Pfarrer begonnen: Ein halbes Jahr lang war er bereits zum religionspädagogischen Teil in Radebeul, jetzt kommt er für zwei Jahre Gemeindevikariat zu uns. Ich freue mich und bin gespannt auf den Austausch mit ihm – im besten Fall werden beide Seiten voneinander lernen und gemeinsam weiter kommen.

Am 24. März wollen wir Herrn Kreß im Gottesdienst feierlich begrüßen und ihm Gottes Segen zusprechen. Beim Kirchenkaffee wird dann noch Gelegenheit sein, ihn im Gespräch ein wenig näher kennen zu lernen. Seien Sie dazu herzlich eingeladen!

                                                                                                                                                                                      Pfarrer Freimut Lüdeking

 

Liebe Gemeindeglieder,

 

manche von Ihnen und Euch haben mich an der einen oder anderen Stelle vielleicht schon gesehen, aber ich möchte mich auf diesem Weg kurz vorstellen, da ich seit Anfang März Vikar in dieser Gemeinde bin.

 

Ich bin 29 Jahre alt und komme ursprünglich aus Taucha bei Leipzig. Vor dem Vikariat lag die Zeit des Theologiestudiums, das ich in Leipzig und Marburg absolviert habe. Das war für mich eine schöne und spannende Zeit, um den großen und manchmal auch kleinerer Fragen des Glaubens nachzugehen. Neben der Wissenschaft waren da für mich oft auch persönliche Gespräche und die Literatur wertvolle Quellen, um mich diesen Fragen anzunähern.
Außerdem habe ich in der Zeit des Studiums die ökumenische Gemeinschaft im französischen Dorf Taizé als einen Ort entdeckt, der mich auf meinem Glaubensweg sehr geprägt hat. Dort habe ich im Winter 2015/16 auch ein knappes halbes Jahr als freiwilliger Helfer gelebt und gearbeitet, was eine sehr bereichernde Zeit für mich war.

 

Nun liegt mit dem Vikariat eine wichtige Etappe auf dem Weg zum Pfarrberuf vor mir. Auf diese Zeit hier in der Gemeinde freue ich mich schon sehr. Ich bin gespannt darauf, in den nächsten 2 Jahren das Gemeindeleben vor Ort kennenzulernen und mitzugestalten. Und ich freue mich auch besonders auf die vielen Begegnungen und Erfahrungen, die mich hier erwarten werden. Dabei hoffe ich auch sehr, dass ich so manchen guten Beitrag zum Gemeindeleben leisten kann.

 

In Vorfreude auf ein baldiges Kennenlernen grüßt Sie und Euch ganz herzlich

Ihr/Euer Vikar Sebastian Kreß

Niklas Helbig ist Prädikant

 

Nein, nicht Praktikant. Ein „Prädikant“ (=Prediger) ist jemand, der/die Gottesdienste hält, ohne Pfarrer/in sein zu müssen. Niklas Helbig hat eine 2 ½-jährige Ausbildung absolviert und hier in Reichenberg seinen Anerkennungs-Gottesdienst gehalten. Am 31. März wird er von Superintendent Nollau feierlich in sein Ehrenamt eingesegnet.