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Angedacht 

 

 

„Vor einem grauen Haupt sollst du aufstehen und die Alten ehren und sollst dich fürchten vor deinem Gott; ich bin der Herr.“

3. Mose 19,32

 

Die Verse für den Monat März klingen wie aus einer vergangenen Zeit. Und das sind sie auch! Heute präsentiert sich uns

nämlich eine andere Welt: Jugendlichkeit, Schönheit, Fitness. Das zählt. Fast zum Wahn entwickelt sich diese Kultur der Jugend.

Ich finde darum gut, worauf uns die alten Verse stoßen: Schaut her, hier ist ein alter Mensch, vielleicht ist er nicht mehr so stark und schnell wie früher, aber er hat ein reiches Leben hinter sich. Er hat sicher nicht alles richtig gemacht in seinem

Leben. Aber eines hat er: Erfahrung. Lebensfülle empfunden. Zeit durchlebt und gefüllt. Hier ist Leben.

Respekt vor dem Alter heißt für mich darum auch generell: Respekt vor dem Leben haben. Die Zeit, die Gott einem jeden gibt, als Geschenk annehmen. Gemeinsam leben wir hier und die Zeit verbindet uns. Und das über Generationen hinweg.

Wenn ich einem der Alten zuhöre, kann ich darum ein Stück weit mein eigenes Leben hinterfragen, sehen und neu begreifen.

Und ich kann Erfahrung teilen.

Die Achtung vor dem Alter und diesem Leben verhindert auch Arroganz und Überheblichkeit. Ich nehme mich selbst zurück.

Und ich erkenne, mein Leben ist begrenzt und suche den Blick über mein Leben hinaus, ein Leben bei Gott. Angst brauche ich keine zu haben.

 

Es grüßt Sie herzlich Vikarin Josefine Burkhardt