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Angedacht 

 

Eigentlich könnte man ja sagen, dass dieser Vers sehr eindeutig ist. Wir sollen also aufeinander achten und einander anspornen, Gutes zu tun. Aber sein wir mal ehrlich, das ist leichter gesagt als getan. Es fängt schon direkt beim ersten Schritt an. Aufeinander achten – das heißt, einander wahrzunehmen, zu sehen, wo es Probleme gibt und einander zu helfen, diese Probleme anzugehen oder sogar zu vermeiden. Das heißt also auch, dass wir viel miteinander reden müssen, denn nicht jede Sorge ist offenkundig erkennbar. Ebenso heißt es aber auch, erst einmal die anderen wahrzunehmen, zu merken, dass dort eventuell jemand vor einem steht und Hilfe braucht. Wie gesagt – leichter gesagt als getan.

 

Und dann ist da ja noch der zweite Schritt im Vers. Wir sollen einander anspornen? Und das, obwohl jeder und jede von uns alltäglich gegen den eigenen Schweinehund ankämpfen muss? Woher sollen wir die Energie nehmen? Woher den Blick füreinander, die Kraft, einander alltäglich zu motivieren? Nun, ich verstehe diesen Text so, dass wir all das aus unserem Glauben heraus tun sollen. Weil Gott uns alle bedingungslos und unendlich liebt, sind wir sozusagen dazu befähigt, diese Energie zu haben. Gottes Liebe ist der Motor für unsere Nächstenliebe, für unser Einander sehen, Einander achten und Einander anspornen. Denn ja, es ist erschöpfend, aber es tut allen gut, wenn wir einander helfen und miteinander füreinander da sind.

 

In diesem Sinne, mit freundlichen Grüßen,

Ihre Studentin Sophia Steinbacher