Was uns bewegt:

Ende der Moritzburger Pfarrstellen-Vakanz

 

„Alles, was auf der Erde geschieht, hat seine von Gott bestimmte Zeit.“

(aus Prediger 3)

 

Liebe Moritzburger, liebe Reichenberger Gemeindeglieder, mit dem Weggang unserer Pfarrerin Bettina Reinköster als Gemeindepfarrerin von Moritzburg 2018 war die Moritzburger Pfarrstelle unbesetzt. Damit begann im Rahmen der Umstrukturierung in unserer Landeskirche für Moritzburg eine einschneidende Veränderung. Von Anfang an stand fest, dass diese Stelle nicht wiederbesetzt werden würde. Zunächst wurde die Stelle Pfarrer Freimut Lüdeking, dem Pfarrer unserer Schwestergemeinde, als Vakanzvertretung übertragen. Im Rahmen der Neuordnung der Pfarrdienste in unserem künftigen Kirchspiel Radebeul-Reichenberg- Moritzburg ist mit Beginn des Jahres 2020 die Moritzburger Pfarrstelle Pfarrer Lüdeking

nun fest übertragen worden.

Wir begrüßen Freimut Lüdeking ganz herzlich in unserer Gemeinde mit einem Wort aus dem 1. Korintherbrief Kap. 12 „So wie unser Leib aus vielen Gliedern besteht und diese Glieder einen Leib bilden, so ist es auch bei Christus: Sein Leib, die Gemeinde, besteht aus vielen Gliedern und ist doch ein einziger Leib“. In der Zeit der Vakanz haben wir ihn schon gut kennengelernt. Wir freuen uns auf seinen Dienst in unserer Kirchgemeinde.

Möge Gott ihm allezeit die rechte Kraft und Weisheit für seinen Dienst in unseren Gemeinden schenken.

Kirchenvorstand Moritzburg

Helmut Richter


Teamerinnen und Teamer gesucht!

Jugendliche, die Lust haben, die (Konfirmanden-) Arbeit unserer Kirchgemeinden in Zukunft mitzugestalten, sind am 14. Juli, von 17.00 Uhr bis 18.30 Uhr ganz herzlich zu einem unverbindlichen Kennenlern- und Schnuppertreffen ins Gemeindehaus nach Moritzburg eingeladen. Dort startet Gemeindepädagoge Ludwig Schmidt eine neue Teamer-Ausbildung.

Ganz besonders eingeladen sind dazu alle Menschen, die in diesem Jahr ihre Konfirmation feiern werden.

 

Bei Fragen steht Ludwig Schmidt (ludwig.schmidt@evlks.de oder 03 51-2 08 76 60) gern zur Verfügung.


Aus dem werdenden Kirchspiel

Die Sonntagsgrüße

 

 „Und Action!“

Ich stehe im Altarraum und blicke ins Kirchenschiff. Doch anstelle von Menschen blickt mir eine Kamera entgegen. Sie ist eine

geduldige Zuschauerin – und unglaublich aufmerksam. Nie schweift sie im Gottesdienst in eigene Gedanken ab. Nichts entgeht ihr, kein Wimpernschlag und auch kein Versprecher. Aber sie ist auch sehr schweigsam. Sie sagt mir nicht, ob sie etwas Aufbauendes findet in den Worten, die ich auf sie zuspreche.

Die Kamera ist ein Sinnbild für das, was uns in diesen außergewöhnlichen Monaten verbindet und auch für das, was uns trennt.

Die unmittelbare Begegnung fehlt uns. Und trotzdem sind wir unglaublich dankbar dafür, dass uns die Kamera eine Form der

Begegnung auch in dieser Zeit ermöglicht. Sie knüpft ein Band zwischen denen, die beim Dreh der Sonntagsgrüße mitwirken und denen, die diese zu Hause sehen. Wenn ich vor dem Bildschirm zu Hause die Worte höre: „Lasst uns beten“ – dann bete ich nicht alleine, sondern gemeinsam mit allen Menschen, die diesen Sonntagsgruß an ihren Bildschirmen schauen und mitfeiern.

In den vergangenen Wochen haben wir gespürt, dass diese Sonntagsgrüße nicht nur für die ca. 30 Minuten des Online-Gottesdienstes ein Band knüpfen, sondern dass dadurch auch eine tiefere Verbundenheit zwischen den Kirchgemeinden unseres entstehenden Kirchspiels wächst. Entstanden sind die Sonntagsgrüße als eine Notlösung. Der notwendige Verzicht auf die sonntäglichen Gottesdienste war für unsere Kirchgemeinden ein unglaublich tiefer und schmerzhafter Einschnitt – ganz besonders zu Ostern. Uns Mitarbeitenden in den Kirchgemeinden war klar, dass dies unserem gegenseitigen Schutz dient. Und trotzdem war es schwer zu ertragen, dass in dieser Zeit der allgemeinen Verunsicherung und des Kontaktabbruchs auch unsere Glaubensgemeinschaft bei den Gottesdiensten nicht mehr möglich sein sollte.

Was fehlt, wenn der Gottesdienst nicht mehr stattfinden kann? Die Antwort auf diese Frage fällt von Mensch zu Mensch natürlich unterschiedlich aus. Als Mitarbeitende in den Kirchgemeinden sind wir davon überzeugt, dass die Feier des

Gottesdienstes ein wichtiges Fundament in unserem Alltag ist.

Es gibt einen Hunger nach Gemeinschaft mit Gott. Diesen Hunger spüren wir vielleicht nicht so stark, wie den Hunger nach Essen, wenn die Supermärkte nicht öffnen könnten. Aber trotzdem ist auch dieser Hunger da. Und manchmal spüren wir auch die Leere in uns, die danach ruft, von Gott gefüllt zu werden. Um in einer Zeit der „sozialen Distanz“ trotzdem eine Form der geistlichen Gemeinschaft und „Nahrung“ zu haben, sind diese Sonntagsgrüße entstanden. Wie unschwer zu sehen ist, sind daran viele Menschen beteiligt. Besonders sei an dieser Stelle aber Stephan Liebich als technischer Leiter genannt. Ohne seinen unermüdlichen Einsatz wären die Sonntagsgrüße in dieser schönen Form undenkbar. Durch seinen Blick fürs Detail

haben nicht wenige Menschen in unseren Gemeinden die eigene Kirche noch einmal ganz neu erkunden können.

Wie wird es nun weitergehen mit den Sonntagsgrüßen? Wir sind sehr froh darüber, dass wir nun wieder zu „echten“ Gottesdiensten in den Kirchen zusammenkommen können. Denn so schön die Sonntagsgrüße auch sind: Sie können kein vollwertiger Ersatz für den Gang zur Kirche und die Feier eines Gottesdienstes  in diesem besonderen Raum sein. Trotzdem müssen wir weiterhin sehr behutsam mit „echten“ Zusammenkünften umgehen, um das Ansteckungsrisiko möglichst zu vermeiden.Deshalb werden wir parallel zu den Gottesdiensten bis auf weiteres auch an der digitalen Form der Sonntagsgrüße festhalten.

Mir persönlich ist die Zeit am Sonntagvormittag in der Kirche sehr wichtig. Sie ist für mich in den vergangenen Jahren immer

mehr zu einer Zeit geworden, in der ich aus meinem gewohnten Alltag heraustrete und etwas Abstand dazu bekomme. Das bedeutet mir weiterhin sehr viel, aber die Sonntagsgrüße haben daneben auch eine andere Seite stark gemacht: Der Gottesdienst gehört nicht nur in die Kirche, sondern auch mitten in den Alltag. Egal ob am Küchentisch oder auf dem Sofa: alle Orte unseres Alltags sind offen für Gemeinschaft mit Gott. Schön, dass wir

uns bei den Sonntagsgrüßen gleichzeitig auch miteinander in unseren Gemeinden verbunden wissen.

Ihr Sebastian Kreß

 

Den YouTube-Kanal unseres werdenden Kirchspiels sollten Sie im Blick behalten:

www.youtube.com/KirchspielRadebeul-ReichenbergMoritzburg

 


Liebe Gemeinde, 

 

vielleicht haben Sie mich in irgendeiner Weise in der letzten Zeit schon mal digital oder in gedruckter Form "gesehen" - eine Gelegenheit, mich persönlich vorzustellen, gibt es derzeit leider nicht. Daher möchte ich auf diesem Weg ein paar Worte zu mir schreiben. 

 

Mein Name ist Sebastian Holzhausen, geboren bin ich vor knapp 30 Jahren im westfälischen Hagen. Nach einigen Semestern Theologie in Wuppertal habe ich mich für das Studium "Evangelische Religionspädagogik mit musikalischem Profil" an der Evangelischen Hochschule Moritzburg entschieden. Mit dem Abschluss dort im Februar diesen Jahres bin ich zum einen Religions- und Gemeindepädagoge, habe aber auch einen C-Kantoren-Abschluss an der Hochschule für Kirchenmusik in Dresden. Jetzt bin ich seit dem 1. Februar für ein Jahr Berufspraktikant - das heißt, ich mache eine Art Anerkennungsjahr, mit dessen Abschluss ich dann auch die Vokation für den schulischen Religionsunterricht erlange. Darüber hinaus bin ich Kandidat der Moritzburger Diakonengemeinschaft und freue mich sehr, so dem Ort weiter verbunden bleiben zu können. 

 

Regulär bin ich beim Konfirmandenunterricht, in der Jungen Gemeinde und in der älteren Christenlehregruppe in Reichenberg dabei. Derzeit sind meine Aufgaben etwas weiter gestreut, man trifft mich bisweilen auch auf der Orgelbank, beim Gebet am Sonntag oder bei den diversen digitalen Angeboten. Auch vor meinem Studium in Moritzburg und Dresden war ich viele Jahre ehrenamtlich in meiner Heimatgemeinde aktiv - vor allem die Arbeit mit jungen Menschen und die Kirchenmusik lagen mir dort am Herzen. So hört man mich auch im Moritzburger Posaunen- und Gospelchor, wenngleich derzeit eher ein- als mehrstimmig. 

 

Ich freue mich, in unserer Gemeinde mit gestalten, denken und Gottes-Dienst in jeglicher Form feiern zu können und hoffe, dass sich im Laufe des Jahres auch wieder persönliche Möglichkeiten der Begegnung ergeben.  

 

Hätte ich mich persönlich in einem Gottesdienst vorgestellt, dann hätten Sie mich danach bei einer Tasse Kaffee alles fragen können, was Sie brennend interessiert; die Möglichkeit haben Sie dennoch. Schreiben Sie mir gerne oder rufen Sie mich an - nur den Kaffee müssten Sie sich leider selber kochen... 

Bleiben Sie gesund und behütet! 

Sebastian Holzhausen

sebastian.holzhausen@eh-moritzburg.de       0171 838 0852


 

Neuer Jugendmitarbeiter: Ludwig Schmidt

Bereits seit langem geplant ist der Übergang der Jugendarbeit aus dem Zuständigkeitsbereich von Friederike Knittel in die Verantwortung von Ludwig Schmidt. Der macht seit vielen Jahren die Jugendarbeit in den Radebeuler Gemeinden und wird nun so etwas wie eine Brücke schlagen können zwischen „Oberland“ und „Tiefland“ im Kirchspiel. Am 5. Juli 2020 wurde er im Vorstellungsgottesdienst der Konfirmanden begrüßt und in seinen Dienst eingeführt.


Neue Pfarrerin in Frieden:

Siegrun Zemmrich

Am 17. Mai wurde Pfarrerin Zemmrich auf dem Pfarrhof in Kötzschenbroda in ihren Dienst eingeführt. Sie hat jetzt die erste

Pfarrstelle in Radebeul Frieden inne, die seit über drei Jahren vakant war. Wir wünschen ihr Gottes Segen für ihren Dienst in Radebeul – und darüber hinaus in unserem werdenden Kirchspiel.


Neuer Kirchenvorsteher

Als Nachfolger von Kerstin Beulich (vormals Creutz) im Reichenberger Kirchenvorstand ist Stefan Bistrosch aus Wahnsdorf berufen worden. Er wurde im Gottesdienst am 23. Februar in sein Amt eingeführt.


 

Nachhaltiges Gemeindeleben! 

Wir werden nachdenklicher darüber, wie wir leben. Und das ist gut so, denn langsam wird uns klar: Gedankenlos unseren Wohlstand genießen kann nur in eine Sackgasse führen. Und wir – jedes Gemeinwesen, jede Familie, jede/r Einzelne – tragen Mit-Verantwortung dafür, dass wir aus dieser Sackgasse wieder herauskommen.

Deshalb wollen wir im neuen Jahr Menschen zusammenrufen, denen die Frage nach einem nachhaltigeren Leben am Herzen liegt, und die bereit sind, ihr Wissen, ihre Ideen und ihre Zeit einzubringen, damit auch wir als Kirchgemeinden im Rahmen unserer Möglichkeiten Schritte in diese Richtung gehen können. Dabei geht es, allgemein gesagt, um „den Erwerb von Waren und die Inanspruchnahme von Dienstleistungen nach ökologischen und sozialen Gesichtspunkten“. Sind doch die Bewahrung der Schöpfung und Gerechtigkeit, die dahinter stecken, zutiefst christliche Werte! Die Richtlinie, die unsere Landeskirche dazu herausgegeben hat, kann ein erster Anhaltspunkt sein.

Wir bitten alle, die sich von diesem Themenkreis angesprochen fühlen, sich im Pfarramt oder direkt bei Vikar Kreß zu melden, der diese Gruppe zunächst begleiten wird.


Projekt Trauerhalle abgeschlossen!

Nach der Steinbacher und der Moritzburger Trauerhalle ist nun auch die Reichenberger Halle wieder ein würdiger Ort für Trauer und Abschied. Unter der Leitung des Architekten Manfred Schlotzhauer wurde die alte Halle nach vorn erweitert und so entstand ein heller, freundlicher Raum. Der Weg von der Kirche hinab beschäftigte die Planer wegen des starken Gefälles etwas länger, aber nun ist auch er fertig und gut begehbar.

Ganz herzlich danken wir allen Spendern sowie der Gemeinde Moritzburg, dem Landkreis Meißen, der Europäischen Union und der Sächsischen Landeskirche für ihre finanzielle Unterstützung.



 

Lebendige Kirchenmusik – Bitte um Unterstützung

In unserer Region ist ein vielfältiges kirchenmusikalisches Leben entstanden, das von vielen Menschen mitgetragen wird. Ein großer Schatz! Doch ab 2021 müssen wir eine Kürzung der landeskirchlichen Mittel für unsere Personalkosten in der Kirchenmusik verkraften. 41%, also fast eine halbe Stelle in unserer Region werden wir dann nicht mehr bezahlen können. Es sei denn, wir können diese Stellenanteile durch Spenden finanzieren.

Mit dem Kirchgeldbrief hatten wir schon in allen vier Gemeinden darauf aufmerksam gemacht und um einen zusätzlichen Beitrag dafür gebeten. Das möchten wir hiermit noch einmal untermauern: Wenn Ihnen die Kirchenmusik am Herzen liegt, helfen Sie uns, dass wir das vielfältige Angebot für Groß und Klein aufrecht erhalten können! Dabei sind Einzelspenden ebenso hilfreich wie regelmäßige (monatliche) Spenden, mit denen wir planen können. Haben Sie herzlichen Dank für Ihr Verständnis!

Ihr Pfarrer Freimut Lüdeking


Gebetskerzen in der Kirche

 

Machen Sie das manchmal, wenn Sie im Urlaub eine Kirche besichtigen, dass Sie vor den brennenden Gebetskerzen stehen

bleiben und einen Moment verharren? Vielleicht zünden Sie oder die Kinder oder Enkel dann auch eine Kerze an und denken dabei an einen lieben Menschen, der schon verstorben ist.

Aus den diesjährigen Offene-Kirche-Nachmittagen im Sommer ist nun genau so etwas in unserem Altarraum stehen geblieben: Eine große Kupferschale gefüllt mit Sand, darauf eine Gebetskerze, um die sich lauter kleine Teelichte scharen.

Sie können das etwa vor oder nach dem Gottesdienst nutzen oder auch, wenn die Kirche zu anderen Zeiten geöffnet ist.