Was uns bewegt:

Gebetskerzen in der Kirche

 

Machen Sie das manchmal, wenn Sie im Urlaub eine Kirche besichtigen, dass Sie vor den brennenden Gebetskerzen stehen

bleiben und einen Moment verharren? Vielleicht zünden Sie oder die Kinder oder Enkel dann auch eine Kerze an und denken dabei an einen lieben Menschen, der schon verstorben ist.

Aus den diesjährigen Offene-Kirche-Nachmittagen im Sommer ist nun genau so etwas in unserem Altarraum stehen geblieben: Eine große Kupferschale gefüllt mit Sand, darauf eine Gebetskerze, um die sich lauter kleine Teelichte scharen.

Sie können das etwa vor oder nach dem Gottesdienst nutzen oder auch, wenn die Kirche zu anderen Zeiten geöffnet ist, das

nächste Mal wieder am Ewigkeitssonntag.


Der Taufstein ist fertig!

Die letzten Wochen waren spannend: Nachdem die Restauratorinnen die alten Farbschichten am Taufstein freigelegt hatten, begannen sie damit, die fehlenden Stellen auszubessern, Farbe zu ergänzen. Und das war kräftig zu beobachten: Von Tag zu Tag nahmen die Farbigkeit und der Kontrastreichtum zu.

Gucken Sie ihn sich mal genau an, es gibt so viel zu entdecken!

 

Im Kirchweihgottesdienst am 4. November haben wir die Fertigstellung gefeiert. Der Taufstein wurde von den Restauratorinnen Franziska Wosnitza und Jana Bösenberg enthüllt, dann durften die Kinder ihn schmücken, damit der schließlich durch die Taufe von Nina und Louisa wieder in Dienst genommen werden konnte.

 

Hiermit danken wir ganz herzlich dem Team der Restauratorinnen für ihre filigrane, liebevolle, manchmal sehr langwierige, kalte und unbequeme Arbeit, die die Pracht dieses Kleinods wieder zum Vorschein gebracht hat!

Auch danken wir all denen, die sich für diese Restaurierung eingesetzt und sie ermöglicht haben, nicht zuletzt all denen, die durch Kollekten und Spenden zur Finanzierung mitgeholfen haben!

                                                                                                                          Im Namen des Kirchenvorstandes, Pfarrer Freimut Lüdeking


Das war das Abenteuerlager in Reichenberg

„Neue Pfade“ sind wir beim diesjährigen Abenteuerlager in Reichenberg gegangen. 21 Jungen und Mädchen haben mit fünf ehrenamtlichen Mitarbeitern und 1 hauptamtlichen Mitarbeiterin in Jurten übernachtet, welche vorher selber aufgebaut werden mussten. Danke an den Pfadfinderstamm Heinrich Zille aus Ottendorf und dem Stamm Mobu für diese Jurten. Ein eigener Toilettenwagen stand uns hier draußen zur Verfügung – Danke an Firma Proschmann für den Transport und an „Auto Hülle“ für zwei neue Räder. Wir haben uns selber versorgt, Essen gekocht, Feuer gemacht, haben das Gelände erforscht und sind gemeinsam Baden gewesen – Danke an unseren Rettungsschwimmer Matthias Bellmann. Allen ehrenamtlichen Mitarbeitern möchte ich ganz herzlich danken für die schöne gemeinsame Zeit – allen voran Jörg Hoffmann, der unsere Pfadfinder hier ehrenamtlich leitet, aber auch Stefan Beierl, Max Hoffmann, Jakob Lüdeking und Artur Seifert. Unser größter Dank gilt unserem himmlischen Vater, der uns bewahrt hat und uns Gemeinschaft untereinander und mit ihm schenkt.

 

Friederike Knittel

 


Wölfe auf neuen Pfaden

Die Reichenberger und Moritzburger Pfadfinder haben Nachwuchs bekommen: seit Juni trifft sich eine Gruppe „Wölflinge“, das sind die Jüngsten unter den Pfadfindern. Mit ihren zwei Leiterinnen und zwei jugendlichen Helfern kommen etwa zwölf Kinder im Grundschul-Alter zusammen, singen und spielen und lernen die Grundlagen des Pfadfinder-Daseins kennen: Naturbezogenes Leben in Verantwortung vor dem Schöpfer und den Mitmenschen – und viel Spaß dabei.

Nach den Sommerferien geht’s wieder los – wer dazu stoßen möchte, ist herzlich willkommen!

 


Zwei Gemeinden – ein Pfarrer

Ab dem 1. Oktober ist die Moritzburger Pfarrstelle vakant. Die Hauptvertretung liegt bei der Schwesterkirchgemeinde Reichenberg und das bedeutet, dass ich jetzt für vieles zuständig sein werde, was bisher Pfarrerin Reinkösters Aufgaben waren. Aber selbstverständlich kann ich nicht all das noch zusätzlich zu meinem Arbeitsbereich in Reichenberg übernehmen. Ich, nein: wir alle sind deshalb darauf angewiesen, dass wir gemeinsam Kräfte mobilisieren. Welche Gaben können Sie einbringen? Wen kennen Sie, der oder die besondere Gaben hat? Wer steht vielleicht etwas abseits und wartet nur darauf,

angesprochen zu werden?

In der kommenden Zeit werden wir viel zu koordinieren haben. So werden in Zukunft immer mal Gottesdienste auch um 11.00 Uhr stattfinden, damit in beiden Gemeinden die Gottesdienste von einem Team (Pfarrer und Kantorin) gehalten werden können. Und die neuen Konfirmanden aus beiden Gemeinden treffen sich jetzt gemeinsam und werden von meiner Frau (und aushilfsweise auch mir) bis zur Konfirmation begleitet.

Vielleicht ist diese Situation auch eine Chance für uns, näher zusammen zu rücken. Die Schwesterkirchgemeinde auch als Schwester zu sehen, die Menschen dort als Geschwister, sie zu besuchen und einzuladen.

Bei all dem hoffe und bete ich, dass Gottes Segen uns leitet.

Ihr Pfarrer Freimut Lüdeking


Neues zur Strukturreform

 

Die Situation

Seit vielen Jahren werden wir weniger, wir Christinnen und Christen in Deutschland.

In Sachsen ist dieser Rückgang stark zu spüren: Es werden längst nicht so viele Kinder oder Erwachsene getauft, wie Gemeindeglieder versterben. Durch die vielen Austritte zur Zeit der DDR und auch danach sind die „mittleren Jahrgänge ausgedünnt“ – das schlägt sich in der Gemeindearbeit nieder, aber eben auch in der „Bevölkerungsentwicklung“ unserer Kirchgemeinden.

Dadurch hat unsere Landeskirche langfristig weniger Geld, um ihre Mitarbeiter/innen zu bezahlen – und es müssen Stellen

gekürzt werden. Von Seiten der Landeskirche sind das die Gemeindepädagogen-, Kirchenmusiker- und Pfarrstellen. Das haben wir nun schon in den Jahren 2005 und 2014 erlebt.

Im Zuge der nächsten Stellenkürzung, die Ende 2019 abgeschlossen sein soll, ist nun eine umfassende Strukturreform geplant: Es sollen im ganzen Bereich der Landeskirche größere kirchgemeindliche Strukturen gebildet werden – Schwesterkirchverhältnisse, Kirchgemeindebünde, Kirchspiele oder Kirchgemeindefusionen.

Nach zwei intensiven Tagungen zum Thema und im Austausch mit den Kirchenvorständen unseres Kirchenbezirks hat die Bezirkssynode am 16. Juni mit großer Mehrheit die Regionen bestätigt, in denen die Gemeinden in Zukunft zusammenarbeiten werden. Auf Betreiben des Landeskirchenamtes wurde jetzt im Südosten des Kirchenbezirks noch einmal nachgebessert und so wird die Bezirkssynode nun am 23. November über den vorläufigen Struktur- und Stellenplan des Kirchenbezirks zu beschließen haben.

(Sie können das Strukturpapier „Kirche der Hoffnung in Sachsen“ auch auf der Internetseite der Landeskirche unter www.evlks.de oder

www.evlks.de/doc/Kirche_mit_Hoffnung_in_Sachsen.pdf finden.)


Was bedeutet das für uns?

Für uns bedeutet das, dass wir als Schwesternkirchgemeinden Reichenberg und Moritzburg mit den beiden Radebeuler Gemeinden Frieden und Luther kooperieren werden. Das passt ganz gut, da doch viele unserer Lebensbezüge in diese Richtung gehen.

In welchem Rahmen diese Kooperation in den nächsten Jahren stattfinden wird, werden die Kirchenvorstände noch gut miteinander besprechen. Bestehende Berührungspunkte werden wir sicherlich ausbauen können, aber dabei sehr wohl die Identitäten unserer einzelnen Gemeinden zu wahren wissen.

Problematischer wird es dann im nächsten Schritt werden, wenn es darum geht, dass wir – wie in der ganzen Landeskirche – zum Jahr 2020 bei unseren Stellen im Verkündigungsdienst kürzen müssen.

Wenn Sie Fragen zu diesem Thema haben, sprechen Sie Ihre Kirchenvorsteher oder mich gern darauf an!

 

Ihr Pfarrer Freimut Lüdeking