Was uns bewegt:

Kirchgemeindevertretungen

 

Seit dem 2.1.2021 sind unsere Kirchgemeinden Reichenberg und Moritzburg Teil des Kirchspiels Radebeul- Reichenberg-Moritzburg. Damit haben wir eine neue Leitungsstruktur. Unsere beiden bisherigen Kirchenvorstände heißen jetzt „Kirchgemeindevertretungen“ (KGV), sie werden weiterhin das Gemeindeleben bei uns gestalten und verantworten und darüber hinaus eng mit dem Kirchenvorstand (KV) des Kirchspiels zusammenarbeiten.

 

Unsere Kirchgemeindevertreter/innen sind

 

 

 

… in Reichenberg:

Heiko Augsburg

Stefan Beierl (auch KV)

Lelia Hendricks-Frenkel

Barbara Jonscher

Friederike Knittel (auch KV)

Kirsten Meier (stellv. Vors., auch KV)

Marie-Luise Müller (Vorsitzende)

Martina Rech

Cordula Schumann

 

 

… und in Moritzburg:

Friedemann Beyer (auch KV)

Stefan Ebschke

Thomas Emmrich (auch KV)

Rebekka Helbig

Christiane Kahrs

Frank Kurzreuter

Andreas Rösch

Evelyn Winkelmann (stellv. Vorsitzende)

 

Michael Zimmermann (Vorsitzender)



Jugend in der Kirchgemeindevertretung

In beiden KGVs ist noch einer der drei Berufungsplätze frei, er soll im Laufe des Jahres an eine/n Jugendliche/n vergeben werden.

Anders als bei der Wahl im September können Jugendliche bereits ab 16 Jahren berufen werden. Der Wunsch dahinter ist,

dass die Jugendlichen mit ihren Gedanken und Bedürfnissen mehr in der Gemeinde und der Gemeindeleitung vorkommen. Wir hoffen, es finden sich junge Leute, die sich da gern engagieren wollen!

Pfarrer Freimut Lüdeking


Wechsel im Moritzburger Gemeindebüro

 

Am 1. September hat unsere neue Verwaltungsmitarbeiterin Silvia Mehlich ihren Dienst begonnen. Wir wünschen Ihr einen

guten Start in unserer Kirchgemeinde. Ihrem Vorgänger Heiko Krusch danken wir für seine zuverlässige Arbeit über fast

zwei Jahre und wünschen ihm für seine neue Stelle Gottes Segen.

 

Die neuen Öffnungszeiten des Gemeindebüros sind:

  • dienstags 10 - 12 Uhr
  • donnerstags 10 - 12 und 14 - 16 Uhr

Aus dem werdenden Kirchspiel

Die Sonntagsgrüße

 

 „Und Action!“

Ich stehe im Altarraum und blicke ins Kirchenschiff. Doch anstelle von Menschen blickt mir eine Kamera entgegen. Sie ist eine

geduldige Zuschauerin – und unglaublich aufmerksam. Nie schweift sie im Gottesdienst in eigene Gedanken ab. Nichts entgeht ihr, kein Wimpernschlag und auch kein Versprecher. Aber sie ist auch sehr schweigsam. Sie sagt mir nicht, ob sie etwas Aufbauendes findet in den Worten, die ich auf sie zuspreche.

Die Kamera ist ein Sinnbild für das, was uns in diesen außergewöhnlichen Monaten verbindet und auch für das, was uns trennt.

Die unmittelbare Begegnung fehlt uns. Und trotzdem sind wir unglaublich dankbar dafür, dass uns die Kamera eine Form der

Begegnung auch in dieser Zeit ermöglicht. Sie knüpft ein Band zwischen denen, die beim Dreh der Sonntagsgrüße mitwirken und denen, die diese zu Hause sehen. Wenn ich vor dem Bildschirm zu Hause die Worte höre: „Lasst uns beten“ – dann bete ich nicht alleine, sondern gemeinsam mit allen Menschen, die diesen Sonntagsgruß an ihren Bildschirmen schauen und mitfeiern.

In den vergangenen Wochen haben wir gespürt, dass diese Sonntagsgrüße nicht nur für die ca. 30 Minuten des Online-Gottesdienstes ein Band knüpfen, sondern dass dadurch auch eine tiefere Verbundenheit zwischen den Kirchgemeinden unseres entstehenden Kirchspiels wächst. Entstanden sind die Sonntagsgrüße als eine Notlösung. Der notwendige Verzicht auf die sonntäglichen Gottesdienste war für unsere Kirchgemeinden ein unglaublich tiefer und schmerzhafter Einschnitt – ganz besonders zu Ostern. Uns Mitarbeitenden in den Kirchgemeinden war klar, dass dies unserem gegenseitigen Schutz dient. Und trotzdem war es schwer zu ertragen, dass in dieser Zeit der allgemeinen Verunsicherung und des Kontaktabbruchs auch unsere Glaubensgemeinschaft bei den Gottesdiensten nicht mehr möglich sein sollte.

Was fehlt, wenn der Gottesdienst nicht mehr stattfinden kann? Die Antwort auf diese Frage fällt von Mensch zu Mensch natürlich unterschiedlich aus. Als Mitarbeitende in den Kirchgemeinden sind wir davon überzeugt, dass die Feier des

Gottesdienstes ein wichtiges Fundament in unserem Alltag ist.

Es gibt einen Hunger nach Gemeinschaft mit Gott. Diesen Hunger spüren wir vielleicht nicht so stark, wie den Hunger nach Essen, wenn die Supermärkte nicht öffnen könnten. Aber trotzdem ist auch dieser Hunger da. Und manchmal spüren wir auch die Leere in uns, die danach ruft, von Gott gefüllt zu werden. Um in einer Zeit der „sozialen Distanz“ trotzdem eine Form der geistlichen Gemeinschaft und „Nahrung“ zu haben, sind diese Sonntagsgrüße entstanden. Wie unschwer zu sehen ist, sind daran viele Menschen beteiligt. Besonders sei an dieser Stelle aber Stephan Liebich als technischer Leiter genannt. Ohne seinen unermüdlichen Einsatz wären die Sonntagsgrüße in dieser schönen Form undenkbar. Durch seinen Blick fürs Detail

haben nicht wenige Menschen in unseren Gemeinden die eigene Kirche noch einmal ganz neu erkunden können.

Wie wird es nun weitergehen mit den Sonntagsgrüßen? Wir sind sehr froh darüber, dass wir nun wieder zu „echten“ Gottesdiensten in den Kirchen zusammenkommen können. Denn so schön die Sonntagsgrüße auch sind: Sie können kein vollwertiger Ersatz für den Gang zur Kirche und die Feier eines Gottesdienstes  in diesem besonderen Raum sein. Trotzdem müssen wir weiterhin sehr behutsam mit „echten“ Zusammenkünften umgehen, um das Ansteckungsrisiko möglichst zu vermeiden.Deshalb werden wir parallel zu den Gottesdiensten bis auf weiteres auch an der digitalen Form der Sonntagsgrüße festhalten.

Mir persönlich ist die Zeit am Sonntagvormittag in der Kirche sehr wichtig. Sie ist für mich in den vergangenen Jahren immer

mehr zu einer Zeit geworden, in der ich aus meinem gewohnten Alltag heraustrete und etwas Abstand dazu bekomme. Das bedeutet mir weiterhin sehr viel, aber die Sonntagsgrüße haben daneben auch eine andere Seite stark gemacht: Der Gottesdienst gehört nicht nur in die Kirche, sondern auch mitten in den Alltag. Egal ob am Küchentisch oder auf dem Sofa: alle Orte unseres Alltags sind offen für Gemeinschaft mit Gott. Schön, dass wir

uns bei den Sonntagsgrüßen gleichzeitig auch miteinander in unseren Gemeinden verbunden wissen.

Ihr Sebastian Kreß

 

Den YouTube-Kanal unseres werdenden Kirchspiels sollten Sie im Blick behalten:

www.youtube.com/KirchspielRadebeul-ReichenbergMoritzburg

 


 

Neuer Jugendmitarbeiter: Ludwig Schmidt

Bereits seit langem geplant ist der Übergang der Jugendarbeit aus dem Zuständigkeitsbereich von Friederike Knittel in die Verantwortung von Ludwig Schmidt. Der macht seit vielen Jahren die Jugendarbeit in den Radebeuler Gemeinden und wird nun so etwas wie eine Brücke schlagen können zwischen „Oberland“ und „Tiefland“ im Kirchspiel. Am 5. Juli 2020 wurde er im Vorstellungsgottesdienst der Konfirmanden begrüßt und in seinen Dienst eingeführt.


 

Nachhaltiges Gemeindeleben! 

Wir werden nachdenklicher darüber, wie wir leben. Und das ist gut so, denn langsam wird uns klar: Gedankenlos unseren Wohlstand genießen kann nur in eine Sackgasse führen. Und wir – jedes Gemeinwesen, jede Familie, jede/r Einzelne – tragen Mit-Verantwortung dafür, dass wir aus dieser Sackgasse wieder herauskommen.

Deshalb wollen wir im neuen Jahr Menschen zusammenrufen, denen die Frage nach einem nachhaltigeren Leben am Herzen liegt, und die bereit sind, ihr Wissen, ihre Ideen und ihre Zeit einzubringen, damit auch wir als Kirchgemeinden im Rahmen unserer Möglichkeiten Schritte in diese Richtung gehen können. Dabei geht es, allgemein gesagt, um „den Erwerb von Waren und die Inanspruchnahme von Dienstleistungen nach ökologischen und sozialen Gesichtspunkten“. Sind doch die Bewahrung der Schöpfung und Gerechtigkeit, die dahinter stecken, zutiefst christliche Werte! Die Richtlinie, die unsere Landeskirche dazu herausgegeben hat, kann ein erster Anhaltspunkt sein.

Wir bitten alle, die sich von diesem Themenkreis angesprochen fühlen, sich im Pfarramt oder direkt bei Vikar Kreß zu melden, der diese Gruppe zunächst begleiten wird.


Projekt Trauerhalle abgeschlossen!

Nach der Steinbacher und der Moritzburger Trauerhalle ist nun auch die Reichenberger Halle wieder ein würdiger Ort für Trauer und Abschied. Unter der Leitung des Architekten Manfred Schlotzhauer wurde die alte Halle nach vorn erweitert und so entstand ein heller, freundlicher Raum. Der Weg von der Kirche hinab beschäftigte die Planer wegen des starken Gefälles etwas länger, aber nun ist auch er fertig und gut begehbar.

Ganz herzlich danken wir allen Spendern sowie der Gemeinde Moritzburg, dem Landkreis Meißen, der Europäischen Union und der Sächsischen Landeskirche für ihre finanzielle Unterstützung.



 

Lebendige Kirchenmusik – Bitte um Unterstützung

In unserer Region ist ein vielfältiges kirchenmusikalisches Leben entstanden, das von vielen Menschen mitgetragen wird. Ein großer Schatz! Doch ab 2021 müssen wir eine Kürzung der landeskirchlichen Mittel für unsere Personalkosten in der Kirchenmusik verkraften. 41%, also fast eine halbe Stelle in unserer Region werden wir dann nicht mehr bezahlen können. Es sei denn, wir können diese Stellenanteile durch Spenden finanzieren.

Mit dem Kirchgeldbrief hatten wir schon in allen vier Gemeinden darauf aufmerksam gemacht und um einen zusätzlichen Beitrag dafür gebeten. Das möchten wir hiermit noch einmal untermauern: Wenn Ihnen die Kirchenmusik am Herzen liegt, helfen Sie uns, dass wir das vielfältige Angebot für Groß und Klein aufrecht erhalten können! Dabei sind Einzelspenden ebenso hilfreich wie regelmäßige (monatliche) Spenden, mit denen wir planen können. Haben Sie herzlichen Dank für Ihr Verständnis!

Ihr Pfarrer Freimut Lüdeking


Gebetskerzen in der Kirche

 

Machen Sie das manchmal, wenn Sie im Urlaub eine Kirche besichtigen, dass Sie vor den brennenden Gebetskerzen stehen

bleiben und einen Moment verharren? Vielleicht zünden Sie oder die Kinder oder Enkel dann auch eine Kerze an und denken dabei an einen lieben Menschen, der schon verstorben ist.

Aus den diesjährigen Offene-Kirche-Nachmittagen im Sommer ist nun genau so etwas in unserem Altarraum stehen geblieben: Eine große Kupferschale gefüllt mit Sand, darauf eine Gebetskerze, um die sich lauter kleine Teelichte scharen.

Sie können das etwa vor oder nach dem Gottesdienst nutzen oder auch, wenn die Kirche zu anderen Zeiten geöffnet ist.