Was uns bewegt:

 

Kirchgemeinden stellen Weichen

für regionale Zusammenarbeit

 

Die Kirchenvorstände unserer Region verbrachten

ein gemeinsames Klausurwochenende in Schmochtitz


Wie kann es gelingen, gut zusammenzuwachsen, ohne die eigene Identität als Kirchgemeinde aufzugeben? Mit dieser Frage starteten die vier Kirchenvorstände der Gemeinden Radebeul-Frieden und Luther, Reichenberg und Moritzburg Anfang Februar in ein gemeinsames Klausurwochenende. Im Bischof-Benno-Haus in Schmochtitz war viel Raum und Zeit, sich gegenseitig kennen zu lernen und an den wichtigen Fragen für das bevorstehende Zusammengehen zu arbeiten. 

So stellten sich die vier Gemeinden am ersten Abend mit jeweils einem „Schaufenster“ mit den Besonderheiten und Höhepunkten aus dem Gemeindeleben vor. Die Moritzburger hatten sogar ein eigenes Lied einstudiert, um den anderen einen Eindruck von Kirche in Moritzburg zu vermitteln. In einer nächsten Runde waren die Kirchenvorstände eingeladen, sich über ihre Stärken und mögliche Bedürfnisse klarzuwerden und sich darüber mit den anderen in Form eines Biete/Suche-Plakates auszutauschen. Es zeigte sich, dass es tatsächlich Anknüpfungspunkte für zukünftige gemeinsame Projekte gibt. Nicht nur an diesem Punkt wurde deutlich, dass die neue Struktur für die einzelnen Gemeinden gute Chancen bieten kann, wenn wir diesen Prozess aktiv gestalten.

Am Sonnabend ging es in intensive Gespräche über konkrete Fragen, die angesichts der anstehenden Strukturreform zu klären sein werden, zum Beispiel

- welche Aufgaben bei den Kirchgemeinden bleiben und welche künftig zentral vom Kirchspiel aus zu bewältigen sind

- wie ein gemeinsamer Haushalt aufgestellt werden kann

- wie sich der gemeinsame Kirchspielvorstand zusammensetzt

- wo der Sitz des Kirchspiels liegen wird. 

Dank des Moderators Reinhard John, der schon die bisherige Arbeit der Regionalen Koordinierungsgruppe begleitet, wurden all diese schwierigen Fragen in verschiedenen methodischen Formen bearbeitet und führten zu konstruktiven Lösungen. In einzelnen KV-Sitzungen bekundeten alle vier KVs den Willen, künftig in einem Kirchspiel zusammenzuarbeiten und beauftragten die Regionalen Koordinierungsgruppe, einen entsprechenden Vertrag bis 12. April vorzubereiten.

Das Wochenende hat dazu beigetragen, sich besser kennenzulernen, viele Gemeinsamkeiten zu entdecken und die Chancen der neuen Struktur zu erkennen. Neben den Arbeitsgesprächen konnten auch viele neue persönliche Kontakte geknüpft werden. Es herrschte eine vertrauensvolle offene Atmosphäre, und wir sind zuversichtlich, dass wir den Prozess gemeinsam zum Wohle der vier Gemeinden gestalten können.

In Morgen- und Abendandachten, im gemeinsamen Singen und mit einer Abendmahlsfeier am Sonntag vergewisserten wir uns außerdem des Fundaments, auf dem wir alle gemeinsam stehen: unseren christlichen Glauben. Und so konnten wir getrost mit dem Lied auseinandergehen:

 

Vertraut den neuen Wegen, auf die uns Gott gesandt!

Er selbst kommt uns entgegen. Die Zukunft ist sein Land.

Wer aufbricht, der kann hoffen in Zeit und Ewigkeit.

Die Tore stehen offen. Das Land ist hell und weit.

 


Gebetskerzen in der Kirche

 

Machen Sie das manchmal, wenn Sie im Urlaub eine Kirche besichtigen, dass Sie vor den brennenden Gebetskerzen stehen

bleiben und einen Moment verharren? Vielleicht zünden Sie oder die Kinder oder Enkel dann auch eine Kerze an und denken dabei an einen lieben Menschen, der schon verstorben ist.

Aus den diesjährigen Offene-Kirche-Nachmittagen im Sommer ist nun genau so etwas in unserem Altarraum stehen geblieben: Eine große Kupferschale gefüllt mit Sand, darauf eine Gebetskerze, um die sich lauter kleine Teelichte scharen.

Sie können das etwa vor oder nach dem Gottesdienst nutzen oder auch, wenn die Kirche zu anderen Zeiten geöffnet ist.

 


 

Wir haben die neue Perikopenordnung eingeführt!

Die neue - was?

Die Pe-ri-ko-pen-ord-nung, darin stehen ... naja, lesen Sie selbst:

Lesen Sie hier mehr über das Bauprojekt "Trauerhalle Reichenberg":



Der Taufstein ist fertig!

Die letzten Wochen waren spannend: Nachdem die Restauratorinnen die alten Farbschichten am Taufstein freigelegt hatten, begannen sie damit, die fehlenden Stellen auszubessern, Farbe zu ergänzen. Und das war kräftig zu beobachten: Von Tag zu Tag nahmen die Farbigkeit und der Kontrastreichtum zu.

Gucken Sie ihn sich mal genau an, es gibt so viel zu entdecken!

 

Im Kirchweihgottesdienst am 4. November haben wir die Fertigstellung gefeiert. Der Taufstein wurde von den Restauratorinnen Franziska Wosnitza und Jana Bösenberg enthüllt, dann durften die Kinder ihn schmücken, damit der schließlich durch die Taufe von Nina und Louisa wieder in Dienst genommen werden konnte.

 

Hiermit danken wir ganz herzlich dem Team der Restauratorinnen für ihre filigrane, liebevolle, manchmal sehr langwierige, kalte und unbequeme Arbeit, die die Pracht dieses Kleinods wieder zum Vorschein gebracht hat!

Auch danken wir all denen, die sich für diese Restaurierung eingesetzt und sie ermöglicht haben, nicht zuletzt all denen, die durch Kollekten und Spenden zur Finanzierung mitgeholfen haben!

                                                                                                                          Im Namen des Kirchenvorstandes, Pfarrer Freimut Lüdeking